Kurz beantwortet

Beim Werwolf-Spiel bekommt jede Person verdeckt eine Rolle. Nachts wählen die Werwölfe heimlich ein Opfer, tagsüber diskutiert das Dorf und stimmt ab, wer ausscheidet. Das Dorf gewinnt, wenn alle Werwölfe enttarnt sind, die Werwölfe, sobald sie so viele sind wie alle anderen.

01Worum geht es beim Werwolf-Spiel?

Werwolf ist ein Rollenspiel für Gruppen, in dem es um Bluffen, Beobachten und Überzeugen geht. Die meisten Mitspielenden gehören zum Dorf, einige wenige sind heimlich Werwölfe. Das Dorf weiß nicht, wer zu welcher Seite gehört, die Werwölfe kennen sich dagegen untereinander.

Das Spiel geht auf „Mafia“ zurück, das Dimitry Davidoff 1986 als Student in Moskau erfand. Andrew Plotkin gab ihm später das Werwolf-Thema. In Deutschland ist es außerdem als Kartenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ bekannt.

02Was für eine Runde gebraucht wird

  • Mitspielende: ab etwa 6 Personen, am meisten Spaß macht es mit 8 bis 18.
  • Eine Spielleitung, die nicht mitspielt und durch Nacht und Tag führt, oder eine App, die diese Aufgabe übernimmt.
  • Rollenkarten oder beschriftete Zettel, die verdeckt verteilt werden.
  • Zeit: 20 bis 45 Minuten je Partie, je nach Gruppe und Diskussionslust.

03Ablauf einer Runde

  1. Rollen verteilen: Jede Person sieht ihre Rolle geheim und zeigt sie niemandem.
  2. Nacht: Alle schließen die Augen. Die Spielleitung weckt nacheinander die Werwölfe, die sich stumm auf ein Opfer einigen, dann die Seherin, die die Rolle einer Person erfährt, und die Heilerin, die eine Person schützt.
  3. Morgen: Alle öffnen die Augen. Die Spielleitung verkündet, wen es in der Nacht getroffen hat – außer die Heilerin hat genau diese Person geschützt.
  4. Tag: Das Dorf diskutiert, wer verdächtig ist, und stimmt ab. Wer die meisten Stimmen bekommt, scheidet aus und deckt je nach Variante die eigene Rolle auf.
  5. Nächste Nacht: Es geht weiter, bis ein Team gewonnen hat. Ausgeschiedene schauen still zu und verraten nichts.

Bei Gleichstand gibt es entweder eine Stichwahl zwischen den Gleichplatzierten oder an diesem Tag scheidet niemand aus. Die Regel sollte vor dem Spiel feststehen.

04Die wichtigsten Rollen

Für die erste Runde reichen Werwölfe, Dorfbewohner, Seherin und Heilerin. Weitere Rollen machen das Spiel taktischer; sie kommen dazu, wenn alle die Grundregeln kennen.

Rollen im Werwolf-Spiel
RolleTeamFähigkeit
WerwolfWerwölfeWählt nachts gemeinsam mit den anderen Werwölfen ein Opfer.
DorfbewohnerDorfKeine Sonderfähigkeit; diskutiert, beobachtet und stimmt ab.
SeherinDorfErfährt jede Nacht die Rolle einer Person ihrer Wahl.
HeilerinDorfSchützt jede Nacht eine Person vor den Werwölfen.
JägerDorfScheidet der Jäger aus, nimmt er sofort eine Person mit.
HexeDorfHat einen Heiltrank und einen Gifttrank, jeden einmal im Spiel.
AmorDorfVerbindet in der ersten Nacht zwei Personen; scheidet eine aus, scheidet die andere mit aus.

05Wie viele Werwölfe bei wie vielen Spielern?

Als Faustregel kommt auf etwa vier Mitspielende ein Werwolf. Mit Seherin und Heilerin wird das Dorf stärker; dann darf es auch ein Werwolf mehr sein.

Werwölfe und Sonderrollen nach Gruppengröße
MitspielendeWerwölfeSonderrollen (Vorschlag)
6–71–2Seherin
8–102Seherin, Heilerin
11–143Seherin, Heilerin, Jäger
15–184Seherin, Heilerin, Jäger, Hexe oder Amor

06Tipps für Spielleitung und Mitspielende

  • Spielleitung: jede Nacht dieselben Sätze in derselben Reihenfolge sagen und leise bleiben, damit niemand an Stimme oder Richtung erkennt, wer gerade wach ist.
  • Diskussion begrenzen, zum Beispiel auf drei bis fünf Minuten, damit die Runde in Schwung bleibt.
  • Dorf: Stimmverhalten merken. Wer immer mit der Mehrheit stimmt oder auffällig schweigt, ist oft verdächtig.
  • Werwölfe: nicht zu früh einen Verdacht auf andere lenken und auch mal gegen den eigenen Werwolf stimmen, um glaubwürdig zu bleiben.
  • Seherin: Wissen nicht sofort verraten; wer sich zu früh zeigt, wird nachts gern das nächste Opfer.

Häufige Fragen

Wie viele Spieler braucht man für Werwolf?

Ab etwa 6 Personen funktioniert es, am meisten Spaß macht es mit 8 bis 18. Dazu kommt eine Spielleitung, die nicht mitspielt, oder eine App, die durch die Nacht führt.

Wie viele Werwölfe sollte es geben?

Als Faustregel etwa ein Werwolf auf vier Mitspielende: 2 Werwölfe bei 8 bis 10 Personen, 3 bei 11 bis 14 und 4 bei 15 bis 18.

Wer gewinnt beim Werwolf-Spiel?

Das Dorf gewinnt, wenn alle Werwölfe ausgeschieden sind. Die Werwölfe gewinnen, sobald sie mindestens so viele sind wie die übrigen Mitspielenden.

Was macht die Seherin?

Sie wacht jede Nacht kurz auf und erfährt von der Spielleitung die Rolle einer Person ihrer Wahl. Ihr Wissen muss sie am Tag geschickt einsetzen, ohne sich den Werwölfen zu verraten.

Kann man Werwolf ohne Spielleitung spielen?

Ja, mit einer App, die die Rollen verteilt und durch die Nacht führt. In Krawumm läuft das auf einem Handy; die geheimen Rollen lassen sich optional per QR-Code aufs eigene Handy holen.

Wie lange dauert eine Runde Werwolf?

Meist 20 bis 45 Minuten, je nach Gruppengröße und wie lange tagsüber diskutiert wird.

Ab welchem Alter eignet sich Werwolf?

Viele Gruppen spielen ab etwa 10 Jahren. Wichtig ist, dass alle Bluffen und Ausscheiden als Teil des Spiels verstehen.

Quellen

Stand der Angaben: 28. September 2026.

Über den Autor

Geschäftsführer

Iron Saleh

NorthProfit UG (haftungsbeschränkt)

Iron Saleh leitet NorthProfit Studio. Er plant, gestaltet und entwickelt die Projekte des Studios und betreibt dessen neun eigene Produkte.

Mit Krawumm

Krawumm führt durch die Werwolf-Nacht: Werwölfe mit Seherin, Heilerin und Jäger, auf einem Handy oder mit geheimen Rollen per QR-Code auf dem eigenen Handy. Werwölfe ist in Krawumm komplett gratis und läuft auf einem Handy auch offline; für die QR-Karten brauchen die Handys Internet.

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