Kurz beantwortet

Arbeitszeit ist Ende minus Beginn minus Pause. Von 8:00 bis 16:30 Uhr mit 30 Minuten Pause sind es 8 Stunden. Für die Dezimalzahl werden die Minuten durch 60 geteilt: 7 Stunden und 45 Minuten sind 7,75 Stunden.

01So rechnet der Stundenrechner

Für jeden Tag zählt die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit, davon geht die eingetragene Pause ab. Die Tage werden zur Wochensumme addiert. Minuten bleiben dabei exakt; gerundet wird nur die Dezimalzahl, auf zwei Stellen.

Liegt das Ende vor dem Beginn, gilt es als Uhrzeit am nächsten Tag. So ergibt eine Nachtschicht von 22:00 bis 6:00 Uhr 8 Stunden, mit 30 Minuten Pause 7 Stunden und 30 Minuten, also 7,5 Stunden.

  1. Beginn und Ende der Arbeit als Uhrzeit eintragen.
  2. Die unbezahlte Pause in Minuten eintragen. Bezahlte Pausen zählen zur Arbeitszeit, dann 0 eintragen.
  3. Für weitere Tage „Tag hinzufügen“ wählen. Die Summe erscheint unten, in Stunden und Minuten und dezimal.
  4. Optional den Stundenlohn eintragen, um den Bruttolohn ohne Zuschläge zu sehen.

02Minuten in Dezimalstunden umrechnen

Lohnabrechnungen und Stundenzettel rechnen oft mit Dezimalstunden, auch Industriestunden genannt. Die Umrechnung ist einfach: Minuten geteilt durch 60. Umgekehrt ergibt der Nachkommaanteil mal 60 wieder die Minuten, so sind 0,1 Stunden 6 Minuten.

Minuten und Dezimalstunden
MinutenDezimalstunden
50,08
100,17
150,25
200,33
300,50
400,67
450,75
500,83

Ein Beispiel: 37 Stunden und 30 Minuten in der Woche sind 37,5 Stunden. Bei 13,90 Euro Stundenlohn ergibt das 521,25 Euro brutto.

03Pausen: was nicht zur Arbeitszeit zählt

Nach dem Arbeitszeitgesetz ist Arbeitszeit die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen (§ 2 ArbZG). Ob eine Pause bezahlt wird, regeln Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung.

Wie lang die Pause mindestens sein muss, hängt von der Arbeitszeit ab (§ 4 ArbZG). Die Pausen dürfen in Abschnitte von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden, und länger als sechs Stunden am Stück darf niemand ohne Pause beschäftigt werden. Der Rechner weist darauf hin, wenn die eingetragene Pause kürzer ist.

Mindestpausen nach § 4 ArbZG
Arbeitszeit am TagPause mindestens
bis 6 Stundenkeine Pflichtpause
mehr als 6 bis 9 Stunden30 Minuten
mehr als 9 Stunden45 Minuten

04Wie lange darf pro Tag gearbeitet werden?

Werktags sind 8 Stunden die Regel. Bis zu 10 Stunden sind erlaubt, wenn im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen 8 Stunden je Werktag nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG). Zwischen zwei Arbeitstagen müssen mindestens 11 Stunden Ruhezeit liegen (§ 5 ArbZG).

Tarifverträge und Sonderregeln, etwa für Krankenhäuser und Pflege, können davon abweichen. Der Rechner markiert Tage mit mehr als 10 Stunden Arbeitszeit, ersetzt aber keine Prüfung des eigenen Vertrags.

05Von den Stunden zum Lohn

Bruttolohn ohne Zuschläge ist Stundenlohn mal Dezimalstunden. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto je Stunde, ab dem 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro.

Für die Monatsarbeitszeit wird die Wochenarbeitszeit meist mit 13 Wochen je Quartal gerechnet: 40 Stunden die Woche ergeben im Schnitt 173,33 Stunden im Monat, 38,5 Stunden ergeben 166,83 Stunden.

Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sind bis zu bestimmten Sätzen steuerfrei (§ 3b EStG), zum Beispiel 25 Prozent für Nachtarbeit zwischen 20 und 6 Uhr und 50 Prozent für Sonntagsarbeit. Wer regelmäßig in Schichten arbeitet, behält mit einer App wie Schichtklar Stundenkonto und Zuschläge im Blick.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Arbeitsstunden?

Ende minus Beginn, davon die unbezahlte Pause abziehen. Von 7:30 bis 16:00 Uhr mit 30 Minuten Pause sind es 8 Stunden. Für mehrere Tage die Ergebnisse addieren.

Wie rechne ich Minuten in Dezimalstunden um?

Minuten durch 60 teilen: 45 Minuten sind 0,75 Stunden, 20 Minuten sind 0,33 Stunden. 8 Stunden und 45 Minuten sind also 8,75 Stunden.

Zählt die Pause zur Arbeitszeit?

Ruhepausen zählen nach § 2 ArbZG nicht zur Arbeitszeit. Ob eine Pause bezahlt wird, regeln Arbeits- oder Tarifvertrag; bezahlte Pausen werden im Rechner mit 0 Minuten eingetragen.

Wie viel Pause ist gesetzlich vorgeschrieben?

Bei mehr als 6 bis 9 Stunden Arbeit mindestens 30 Minuten, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Die Pause darf in Abschnitte von mindestens 15 Minuten geteilt werden (§ 4 ArbZG).

Wie rechne ich eine Nachtschicht über Mitternacht?

Die Zeit bis Mitternacht und die Zeit danach zusammenzählen: 22:00 bis 6:00 Uhr sind 8 Stunden, mit 30 Minuten Pause 7,5 Stunden. Der Rechner wertet ein Ende vor dem Beginn automatisch als Uhrzeit am nächsten Tag.

Wie viele Stunden hat ein Monat bei 40 Stunden pro Woche?

Im Durchschnitt 173,33 Stunden, gerechnet als 40 Stunden mal 13 Wochen geteilt durch 3 Monate. Bei 38,5 Stunden pro Woche sind es 166,83 Stunden.

Wie viele Stunden darf ich am Tag arbeiten?

In der Regel 8 Stunden je Werktag, bis zu 10 Stunden, wenn im Durchschnitt von sechs Monaten oder 24 Wochen 8 Stunden nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG). Zwischen zwei Arbeitstagen liegen mindestens 11 Stunden Ruhezeit (§ 5 ArbZG).

Quellen

Stand der Angaben: 28. September 2026. Die Seite ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Über den Autor

Geschäftsführer

Iron Saleh

NorthProfit UG (haftungsbeschränkt)

Iron Saleh leitet NorthProfit Studio. Er plant, gestaltet und entwickelt die Projekte des Studios und betreibt dessen neun eigene Produkte.

Mit Schichtklar

Schichtklar ist der Dienstplan für Schichtarbeit: Früh-, Spät- und Nachtschichten eintragen, Überstunden im Zeitkonto sehen und Nacht- und Sonntagszuschläge minutengenau je Kalendertag berechnen, mit einer Brutto-Schätzung samt Rechenweg.

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