Kurz beantwortet
Die Vorlage enthält alle Pflichtspalten: Datum, Kilometerstand bei Beginn und Ende, Reiseziel, Reisezweck, Geschäftspartner und die Art der Fahrt. Für das Finanzamt muss ein Fahrtenbuch in geschlossener Form geführt werden; lose Blätter reichen dafür in der Regel nicht, für die Fahrtenbuchauflage nach § 31a StVZO dagegen schon.
01Was die Vorlage enthält
- Seite 1, Fahrtenbuch: Fahrzeug, Kennzeichen und Monat im Kopf; je Zeile Datum, Uhrzeit, Kilometerstand bei Beginn und Ende, gefahrene Kilometer, Reiseziel mit Adresse, Reisezweck, besuchte Geschäftspartner und Art der Fahrt (dienstlich, privat, Wohnung–Arbeit).
- Seite 2, Fahrtenbuchauflage nach § 31a StVZO: je Fahrt Name, Vorname und Anschrift der fahrenden Person, Kennzeichen, Datum und Uhrzeit von Beginn und Ende und eine Unterschrift.
02Wofür ausgedruckte Blätter reichen und wofür nicht
Für die Steuer muss ein Fahrtenbuch zeitnah und in geschlossener Form geführt werden. Lose Blätter lassen sich austauschen und gelten deshalb in der Regel nicht als geschlossen. Wer die 1-Prozent-Regel vermeiden will, nutzt ein gebundenes Fahrtenbuch oder ein elektronisches Fahrtenbuch, das Änderungen ausschließt oder protokolliert.
Gut geeignet ist die Vorlage für die Fahrtenbuchauflage nach § 31a StVZO, für Kilometerabrechnungen mit Arbeitgebern oder Kunden ohne steuerlichen Nachweis und als Muster, welche Angaben ein Fahrtenbuch braucht.
03Fahrtenbuchauflage nach § 31a StVZO
Kann nach einem Verkehrsverstoß niemand als Fahrer festgestellt werden, kann die Behörde dem Halter ein Fahrtenbuch auferlegen. Dann wird vor jeder Fahrt eingetragen, wer fährt, mit Name, Vorname und Anschrift, dazu Kennzeichen, Datum und Uhrzeit des Beginns; nach der Fahrt unverzüglich Datum und Uhrzeit des Endes mit Unterschrift.
Das Fahrtenbuch ist der Behörde auf Verlangen vorzulegen und sechs Monate nach Ablauf der Auflage aufzubewahren.
04So wird die Vorlage ausgefüllt
- Kopf ausfüllen: Fahrzeug, Kennzeichen, Monat und Jahr.
- Jede Fahrt direkt nach dem Ende eintragen; der Kilometerstand am Ende ist der Beginn der nächsten Zeile.
- Reiseziel mit Adresse und einen konkreten Zweck angeben, bei Kundenterminen den Namen des Kunden.
- Die Art der Fahrt ankreuzen: dienstlich, privat oder Wohnung–Arbeit.
- Am Monatsende die Kilometer je Art zusammenzählen.
Häufige Fragen
Erkennt das Finanzamt eine ausgedruckte Fahrtenbuch-Vorlage an?
Lose ausgedruckte Blätter in der Regel nicht, weil sie keine geschlossene Form haben. Anerkannt werden gebundene Fahrtenbücher und elektronische Fahrtenbücher, die Änderungen ausschließen oder dokumentieren.
Welche Spalten braucht ein Fahrtenbuch?
Datum, Kilometerstand bei Beginn und Ende, Reiseziel, Reisezweck und besuchte Geschäftspartner für dienstliche Fahrten; bei Privatfahrten genügen die Kilometer.
Was muss bei einer Fahrtenbuchauflage eingetragen werden?
Vor jeder Fahrt Name, Vorname und Anschrift der fahrenden Person, Kennzeichen sowie Datum und Uhrzeit des Beginns; nach der Fahrt Datum und Uhrzeit des Endes mit Unterschrift (§ 31a StVZO).
Wie lange muss ein Fahrtenbuch bei einer Fahrtenbuchauflage aufbewahrt werden?
Sechs Monate nach Ablauf der Zeit, für die es geführt werden muss (§ 31a Abs. 3 StVZO).
Quellen
- Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung § 31a: Fahrtenbuch (öffnet neuen Tab)
- Einkommensteuergesetz § 6: 1-Prozent-Regel und Fahrtenbuch (öffnet neuen Tab)
- Einkommensteuergesetz § 8: 0,03 Prozent für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte (öffnet neuen Tab)
- BMF, Lohnsteuer-Handbuch 2025: H 8.1 (9-10), ordnungsgemäßes Fahrtenbuch (öffnet neuen Tab)
- Haufe: Fahrtenbuch – Grundsätze (öffnet neuen Tab)
Stand der Angaben: 28. September 2026.
Über den Autor
Geschäftsführer
Iron Saleh
NorthProfit UG (haftungsbeschränkt)
Iron Saleh leitet NorthProfit Studio. Er plant, gestaltet und entwickelt die Projekte des Studios und betreibt dessen neun eigene Produkte.

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Fahrtenklar erfasst Fahrten per GPS oder von Hand, schlägt Kunde und Zweck aus bekannten Orten vor und erstellt den Monatsbericht mit Kilometerständen, Zeiten und Summen, auf Wunsch mit Änderungsjournal; der Export gehört zu Pro. Die Prüfliste findet Lücken, eine wöchentliche Erinnerung hilft beim Nachtragen (Pro). Die App unterstützt die eigene Dokumentation, bietet aber keine Steuerberatung und garantiert keine steuerliche Anerkennung.
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